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Eine Seefahrt, die ist lustig

Alle Fahrten sind sowohl als individuelle Charterfahrt zu Ihrem Wunschtermin möglich oder als offene Fahrt für mehrere Kinder unserem Fahrplan zu entnehmen.

Schmuggelfahrt für Kinder und Familien



Kostümiert zur Abfahrt bereit
Köster

Die Meisterschmuggler aus dem Teufelsmoor

"Jan von Moor", mit diesem falschen Adelstitel pflegte man in Bremen jeden Moorbauern zu verspotten, gleich, ob er nun Gevert, Cord oder Harm hieß. "Jan von Moor" wurden sie unterschiedslos gerufen. Und so ein "Jan von Moor", das wusste man in der Stadt, war dumm, schmutzig und diebisch: "Wo geiht’t dein Kalb, Jan?", hieß die beliebte Frage - das Kalb sollte natürlich eines sein, dass

der  Torfbauer gestohlen hatte. Schließlich wusste man, was das für welche sind, diese „Jan von Moor’s“. In Wirklichkeit waren sie hart arbeitende Pioniere des Moores - mutig, zäh und genügsam: Wochenlang standen sie bis zu den Knien im eisig kalten, braunen Sumpfwasser und gruben Kanäle, bis nach Bremen, stachen Torf und wenn es trocken war, im Herbst, da schipperten sie die „Moorkohle“ nach Bremen. 40 - 60 Kähne voll Torf jedes Jahr, sonst reichte das Geld nicht zum Überleben. Die Städter zahlten nicht viel: 20 Mark für einen Kahn voll Torf.

Da musste sich so ein Torfbauer schon etwas einfallen lassen, um ans Geld zu kommen. In Bremen gab es einen großen Hafen an der Schlachte und täglich landeten Schiffe aus allen Ecken der Welt mit Tabak, Kaffee, Zucker, Salz, Gewürzen und anderen Köstlichkeiten. Die waren nicht nur in Bremen begehrt, nee nee. Ob in Hannover oder im letzten Winkel des Teufelsmoores, überall verlangte man danach.

Was lag näher für „Jan von Moor“, als sich in Bremen mit solchen Waren einzudecken und sie zu Hause zu verkaufen. Leider hatten die lieben Torfbauern die Rechnung ohne die Bremer Landjäger gemacht. Die tauchten an allen Ausgängen der Stadt auf, um Zoll zu kassieren. Für Tabak, für Brannwien, Kaffee, Zucker und Salz. Der Zoll war so teuer, dass sich das Geschäft nicht lohnte.

Not macht erfinderisch, Gott sei Dank. Es wurde geschmuggelt, was das Zeug hielt! Die Torfbauern nannten es einen Nebenerwerb, ohne den sie nicht überleben konnten. Die Landjäger ( Zollbeamten ) nannten es ein Verbrechen. Das wurde hart bestraft. Wer erwischt wurde, musste den 10fachen Zoll zahlen, sein geschmuggelter Kaffee wurde ihm weggenommen, sein teurer Torfkahn beschlagnahmt und das Schlimmste: er kam ins Gefängnis. Aber ein echter Torfbauer kann das Schmuggeln nicht lassen: Die Torfbauern hatten das Glück, dass die Bremer sie Einfaltspinsel und Doofköppe nannten, denen man nichts Raffiniertes zutraute. Sonntags gingen die Torfbauern brav zum Pastor in die Kirche und die anderen Tage, da wurde hart gearbeitet, Torf nach Bremen geschippert - und auf dem Rückweg Kaffee, Tabak und Zucker geschmuggelt.

Wer traut sich zu, zusammen mit erfahrenen und wagemutigen Torfbauern auf Schmuggeltour zu gehen? Das Abenteuer starten wir im Torfhafen im Bremer Stadtteil Findorff. Wisst Ihr, warum der Stadtteil Findorff heißt? Fragt mal Eure Eltern oder unsere Torfbauern!

Die „Jan von’s Moor“ freuen sich schon, wenn Ihr mitfahrt. Auf Euch kommt es nämlich an. Die Schmuggler brauchen Eure Hilfe beim Schmuggeln... und werden Euch manche Schmuggeltricks beibringen. Ihr müsst versuchen, Kaffee und Salz und... gut zu verstecken und die gefürchteten Landjäger abzulenken. Die rechnen nicht mit Euch! Unterwegs erzählen Euch die Torfschmuggler, was ihnen alles in ihrem Leben schon passiert ist. Vielleicht begegnet Euch auch mal ein Fischreiher. Wenn die Brombeeren reif sind, könnt Ihr die vom Kahn aus pflücken und essen und - ganz wichtig - Ihr sollt einen wahren Schatz an verstecktem Schmuggelgut finden!

Wenn Ihr Euch am Schmugglertreffpunkt gestärkt habt (ein Picknick bringt Ihr bitte selbst mit), geht es mit vereinten Paddelkräften unter lautem Singen von Schifferliedern und, wenn Ihr es richtig gemacht habt, mit Eurer Schmuggelbeute Richtung Heimathafen. Wenn Ihr dann denkt, jetzt kann uns nichts mehr passieren, seid Ihr fällig zum „Treideln“. Eure „Schmugglerprüfung“ habt Ihr erst bestanden, wenn Ihr auch Schifferknoten knüpfen könnt. Das bringen die „Jan von’s Moor“ Euch auf dem Kahn auch noch bei. Also, es gibt viel zu tun, packen wir’s an!

Die Schmuggeltour dauert cirka 3 Stunden.
Richtig Spaß macht die Sache, wenn Ihr zwischen 8 und 12 Jahre alt seid.


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